Industriebrache Brinkhaus
in Warendorf

Bild: André Auer

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Fakten zur Industriebrache Brinkhaus auf der Emsinsel

Größe: ca. 4,2 Hektar
   
Lage: Zentrale Lage zwischen Altstadt, Landgestüt, Emsseepark und dem unteren Lohwall
   
Eigentümer: Privates Bauunternehmen aus Steinfurt (seit 2017)
   
Rolle der Stadt Warendorf: Kann über ein Bauleitverfahren die städtebauliche Entwicklung und die Ordnung für die Fläche steuern und damit die zukünftige Nutzung der Fläche beeinflussen.
   
Frühere Nutzung: Werksgelände der Textilfabrik Brinkhaus bis 2011. Die Produktion in den Hallen wurde 2004 eingestellt. Seit der Insolvenz der Firma Brinkhaus im Jahr 2011 stehen auch die Verwaltungsgebäude leer. Die Stadt Warendorf hatte das „neue“ Verwaltungsgebäude kurzzeitig als Flüchtlingsunterkunft eingerichtet und genutzt.
   
Aktuelle Nutzung: Das Gebäude an der Straße Zwischen den Emsbrücken ist durch die Stadt Warendorf für die Feuerwehr Nord angemietet. Das Pförtnerhaus und die Stellplätze werden durch ein Taxiunternehmen genutzt. Alle weiteren Gebäude stehen leer.
   
Denkmalschutz: Denkmalschutz besteht für die Fassade des ehemaligen Bürogebäudes.
   
Hochwasserschutz: Hochwasserschutz ist momentan nicht gegeben. Durch die Umsetzung des Projektes „Neue Ems“ soll bzw. kann der Hochwasserschutz für die gesamte Bebauung der Innenstadt entlang der Ems erreicht werden. Die an den Emspark angrenzende Wohnbestandsgebäude sowie auch die Fläche der Industriebrache Brinkhaus sind in die Hochwasserschutzplanung im Rahmen des Projektes „Neue Ems“ mit einbezogen worden.
   
Erschließung: Die Fläche ist über die Straße Zwischen den Emsbrücken und Breuelweg erschlossen. Darüber hinaus besteht derzeit eine private Verbindung über die Brücke an der Quabbe, welche als zusätzliche Erschließung für den Fuß- und Radverkehr in Zukunft dienen könnte.
   
Entwässerung: Ein Schmutzwasseranschluss ist vorhanden. Das Regenwasser versickert momentan diffus oder wird in die Ems abgeleitet.
   
Altlasten: Das Areal ist rasterförmig untersucht worden. Es gibt vereinzelt Bereiche mit Altlasten, die aber nicht ins Grundwasser gelangen.
Bei Abbruch vorhandenerer Gebäude muss ein Abbruch- und Entsorgungskonzept vorgelegt werden. Teilweise befindet sich Asbest in den Verkleidungen und anderen Bauteilen der Hallen.
   
Vorhandene Planungen: Es gibt derzeit keine Planung der Stadt Warendorf für dieses Gelände. Die Eckdaten für die weitere städtebauliche Entwicklung des diskutierten Bereiches sollen im Rahmen des Moderations- und Werkstattverfahrens entwickelt werden.
   
Planungen in der Umgebung: Projekt „Neue Ems“: Die Umgestaltung der Ems wurde 2016 politisch beschlossen. Es gibt zwei Planungsbereiche:
- „Neue Ems West“: zwischen der geplanten Stadtstraße Nord und der André-Marie Brücke
- „Neue Ems Ost“: zwischen André-Marie Brücke und Überlaufschwelle des Emssees.

Derzeit läuft ein Planfeststellungsverfahren für den Bereich „Neue Ems West“. Die Planung für den Bereich „Neue Ems Ost“ wurde in der Sitzung des Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschusses am 31.01.2019 vorgestellt (siehe UPV-Niederschrift TOP 2). Ein förmlicher Planfeststellungsantrag für den östlichen Teil der Neuen Ems“ soll dieses Jahr gestellt werden. Im Projekt „Neue Ems Ost“ ist die Verbindung der heutigen Ems mit dem westlichen Teil des Emssees am Rand des Emsseeparkes vorgesehen. Der Breuelweg soll durch eine neue ebenerdige Brücke weiterhin als Zugang zum Stadtpark und zum Freibad dienen. Der notwendige Hochwasserschutz wird durch den erhöhten Abfluss des Wassers gewährleistet, es besteht keine Notwendigkeit Dämme entlang der Uferbereiche anzulegen.